True Creativity (just a thought…)

Ego is destroying our true creativity. Real creativity comes from out of ourselves, not from within. It is not breeded by but channeled through us. Ego generally stands in our way because it wants us to sound intelligent, strong and special. But it is important for ideas not being judged too soon. They may look stupid at the first glance while being profound when sinking in… Allow yourself to sound stupid. Allow yourself to look weak. Allow yourself to feel common. And see what magic will happen.

Success doesn’t measure a human being…

In einem meiner zuletzt gelesenen Bücher (ich glaube Give and Take ) habe ich folgenden Brief zitiert gefunden, er stammt von einem Professor an seine Studentin Marie Arcuri und ist auf das Jahr 1985 datiert. Sofern ich mich recht erinnere, dann hatte Marie Ihren SAT vor sich und war sich nicht sicher, ob sie ihn überhaupt bestehen würde. Der SAT ist die amerikanische Zulassungsprüfung zum Studium und entscheidet ziemlich viel…:

<<Your husband, family, and friends love you because of the beautiful person you have made yourself – not because of a performance on an examination.
Remember that…
Focus on November. Concentrate on practice… I want what’s best for you. You will get through this thing Marie. I write on my tests „the primary purpose has already been served by your preparation for this exam.“ Success doesn’t measure a human being, effort does.>>

Die 60 Sekunden Methode um wieder klar zu kommen (Vera F. Birkenbihl)

Manchmal trifft uns die Woge des Alltags stärker, als es sein müsste. Ein belastendes Gespräch, ein schiefer Blick, irgendwas ist schief gegangen…

Vera F. Birkenbihl hat folgende Methode empfohlen, die ich hier frei wiedergeben möchte (leider habe ich mir nicht notiert in welchem Vortrag ich das gesehen habe):

Gehe irgendwohin wo es ruhig ist, oft bietet sich hier besonders gut das Badezimmer an.
Dort angekommen setzt Du Dich ruhig hin.
Nun ziehst Du für 60 Sekunden beide Mundwinkel nach oben (die ersten 30 Sekunden fühlt sich das meist ziemlich seltsam an, dann fängt es an zu wirken – der Körper schüttet beim Lächeln Glückshormone aus).
Jetzt, da Du Dir erfolgreich gute Gefühle gemacht hast relativiere das Erlebte mit folgender Frage: „In wiefern hat das Erlebte Größe zu meinem Fixstern?“
Der Fixstern ist das, was Du im Leben erreichen möchtest, das wofür Du brennst, das was Dir wichtig ist.

Hier noch die dazugehörige Geschichte, die man über Napoleon erzählt:
In seinen jungen Jahren hat er mal ziemlichen Scheiß gebaut und wurde daraufhin zum General gerufen. Der hat ihn dann ziemlich zur Sau gemacht, was Napoleon aber nicht weiter zu stören schien. Auf die Frage hin (ich kann mir vorstellen, dass es eher ein Anschreien war) woher Napoleon denn diese Gelassenheit nähme, bat er den General nach draußen. Dort angekommen zeigte er gen Himmel und fragte ihn was er dort sähe. Der General antwortete: „Nichts außer dunklen Wolken.“ Daraufhin sagte Napoleon „Dort ist der Fixstern und egal wieviele Wolken auch davor sind, ich sehe ihn.“

Das Konsistenzprinzip

Egal um was es geht, wir streben danach konsistent zu sein. Auch wenn das bedeutet, dass wir als totale Deppen dastehen.

Wir treffen eine Entscheidung und auch wenn wir herausfinden, dass diese falsch ist, fällt es uns meist mehr als schwer diese zu revidieren.
Wir liefern mittelmässige Qualität ab, weil wir nicht sagen wollen „ja, ich habe einen Fehler gemacht“
Wir zerstreiten uns mit guten Freunden, weil wir de Meinung sind Echt zu haben.

Und immer nur, weil unser Hirn nach Konsistenz strebt, weil wir uns selbst ungern in Frage stellen.

Amen.

20 Stunden

20 Stunden, das ist nicht einmal ein ganzer Tag. Auf jeden Fall ist es viel weniger als 10.000 Stunden. Diese Zahl wurde nämlich durch Malcom Gladwell und seinem Buch Outliers bekannt. Gladwell sagt dass man 10.000 Stunden brauche um etwas perfekt zu können. Perfekt wohlgemerkt. So perfekt, dass man eben der Beste auf der Welt ist. Beatles perfekt.

Tja, und da wir eigentlich garnicht perfekt sein müssen um etwas gut genug zu beherrschen reichen uns meist 20 Stunden. Wow. 20 Stunden!

Angenommen Du wärst Dir sicher, dass Du etwas (vielleicht sogar alles) so gut lernen kannst, dass Du zumindest mal die Leute um Dich rum damit überraschen könntest, was würdest Du dann lernen?

Ich lerne jetzt zaubern. Nicht Copperfield. Nicht 10.000 Stunden. 20 Stunden, 2-3 Tricks, die ich dann mal eben so in der Bahn zeigen kann, wenn wir mal wieder auf die Einfahrt in den Bahnhof warten, oder eben Abends an der Bar. Nach den 20 Stunden fasse ich mal zusammen – ich bin gespannt – Du auch?

 

Update am 17.8.13, nach 4 Stunden Übung:

Meine Top 3 Erkenntnisse bisher

1. Die Menschen sehen das was sie gewohnt sind zu sehen.
2. Die richtige Technik ist entscheidend.
3. Perfektion wird überbewertet…

1. bisher beherrsche ich einen Trick, der in der Ausführung recht einfach ist (sogar für mich als Grobmotoriker). Ich variiere gerade die Präsentationsformen und bin fasziniert wie überrascht die meisten sind. Die Illusion des Zaubers ist offensichtlich sehr wünschenswert und es macht mir richtig Spaß die Menschen zu erstaunen. Bisher hatte ich vier Zuschauer.

2. Zuerst habe ich damit angefangen Mischen zu lernen. Durch Youtube habe ich schnell die richtige Technik begriffen. Ich habe gelernt: die richtige Technik ist entscheidend, denn mit der falschen Technik ist es nicht nur schwieriger sondern vielleicht sogar unmöglich das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

3. Auch wenn meine Technik noch sehr verbesserungswürdig ist, scheint dies auf das Gegenüber oft keinen großen Eindruck zu machen. Ich lerne: es ist wichtig schon frühzeitig in die Anwendung zu gehen um die entscheidenden Dinge zu verbessern und die nicht entscheidenden auszuhalten…

Ich bleibe dran 🙂

Übrigens: Die Karten meiner Wahl sind aktuell Bycycle, die Copaq Plastikkarten sind zum Üben zu glitschig.

Die Deutsche Bahn und ihre Klimaanlagen

Ich fahre gerne Bahn. Zumindest wenn alles gut funktioniert. Nur in letzter Zeit passiert es mir immer häufiger, dass dem nicht so ist. Ich finde das sehr schade. Das ist wie ein Freund, der andauernd zu spät kommt und sich immer mit „äh sorry, es war viel los“ entschuldigt. Das kann man mal machen, sobald man aber in die Schublade „unzuverlässig“ gesteckt wurde ist es schwer da wieder rauszukommen. Spätestens dann, wenn man mit dem Freund zum Konzert wollte und wegen seiner Verspätung nurnoch die Wackelstühle direkt hinter der Säule bekommt, ist’s zu spät für eine Entschuldigung…

Tja, und so ist es leider auch mit der Bahn. Spätestens dann, wenn die Komplikationen vorprogrammiert sind, man sie mit Sicherheit erwarten kann, ist es eben nicht mehr möglich Business as Usual zu betreiben.

Nehmen wir einmal das Beispiel Klimaanlagen:
Offensichtlich ist der Eintritt eines Ausfalls so wahrscheinlich, dass jemand im Unternehmen beschlossen hat Aufkleber zu drucken auf denen abgekündigt wird, dass der jeweilige Wagen wohl wärmer als erwartet aufzufinden ist. Und irgendjemand ist ebenfalls auf die Idee gekommen, dass man ein Sonderabteil einführen könnte, in dem Wasser in Tetrapaks gelagert wird um es den Menschen zukommen zu lassen, die unter der defekten Klimaanlage zu leiden.

Gerade sitze ich in einem Wagen der ersten Klasse, jeder mögliche Platz besetzt, die Luft – naja – und die Stimmung vieler Passagiere angespannt… In solchen Momenten frage ich mich:
Wie gehen Klimaanlagen eigentlich kaputt?
Kann man das vorher erkennen? Oder passiert das spontan?
Ich habe das außer bei der Bahn noch nie erlebt, hat das was mit Bahnklimaanlage zu tun?
Wenn das etwas mit fehlender Wartung zu tun hat, sind die Bremsen dann besser gewartet?
Ist das ein Mangel, oder habe ich lediglich die Beförderung von a nach b zu erwarten?
Wäre es nicht ein guter Zug einmal proaktiv damit umzugehen? „Entschuldigen Sie bitte, dass wir Ihnen nicht das Niveau bieten können, das Sie von uns zu Recht erwarten können. Wir wollen nicht, dass dies der Eindruck ist unter dem Sie uns in Erinnerung behalten, gerne möchten wir uns bei Ihnen angemessen entschuldigen, bitte wählen Sie eine der folgenden drei Möglichkeiten a) ein Bordbistro Gutschein in doppelter Höhe Ihrer Fahrkarte zur sofortigen Einlösung b) Eine Freifahrt in Deutschland in Ihrer gebuchten Kategorie ohne Einschränkungen c) sie wünschen sich etwas und wir schauen, ob wir das erfüllen können, falls nicht erhalten Sie Option b.“

Nur mal so als Idee, ohne die kritische Instanz im Kopf…

Eine ernsthafte Entschuldigung würde mir grundsätzlich schonmal reichen, alles weitere ist Kür…

Ich freue mich auf die Zukunft

Auf drei Dinge freue ich mich:
A) bald werden unsere technischen Geräte vieles automatisch machen. Einen Teil davon werden wir selbst programmiert haben, einen anderen Teil werden wir durch andere vorgeschlagen bekommen haben und einen anderen Teil haben uns die Geräte selbst vorgeschlagen.

B) unsere technischen Geräte werden uns in vielen Bereichen aktiv unterstützen, ohne uns in unserer Entscheidung einzuschränken. Der begriff künstliche Intelligenz liegt mir nicht so, das was man allgemein damit verbindet meine ich aber. Weshalb muss ich stets alle E-Mails sehen, wenn ich doch gerade unterwegs bin?

C) wir werden unsere Informationen auf verschiedenen Informationsschichten (Dimensionen) präsentiert bekommen. Je tiefer ich gehe, desto komplexer werden die Informationen. Obere Ebene: wie komme ich mit der Bahn von hier nach da? Weiter unten: welche Stationen haben alle Züge? Was passiert wenn ich eine Verspätung habe? Was gibt es im Restaurant zur Zeit zu essen? An welchen Bahnhöfen kann ich eine Rauchpause machen?

Ich freue mich 🙂

Gute Preisgestaltung

stellt immer (?) einen Zusammenhang zwischen dem Kundennutzen (am besten monetär) und der eigenen Leistung her.

Es ist ein großer Unterschied ob ich sage „ich berechne Ihnen 200 Euro die Stunde“ oder „durch meine Hilfe verdienen/sparen Sie 1000 Euro, ist es Ihnen 200 Euro wert um 1000 Euro zu verdienen?“.

Gerade habe ich mit einem Freund telefoniert, der eine Hypnosepraxis betreibt. Das Thema Hypnose ist hochspannend. Mit ihr kann man viele Knoten schnell, zuverlässig und nachhaltig lösen. Er hilft u.a. auch Menschen dabei schnell mit dem Rauchen aufzuhören, ohne sich dabei von diese blöden Entzugserscheinungen verunsichern zu lassen…
Seither berechnet er hierfür einen festen Preis. Rauchen aufhören= xxx Euro.

Ich würde den Preis folgenderweise aufbauen:
Der Preis sollte von der Zeit, bzw. Arbeitsstunde abgekoppelt werden. Schließlich ist es dem Ergebnis egal, ob die Hypnose 10 Minuten oder 3 Stunden gedauert hat. Der Klient zahlt ja nicht (doch leider viel zu oft) für die Anwesenheitszeit, sondern für das Ergebnis. Eine Idee wäre also, das Ergebnis in Geld zu fassen (wieviel Euro sparst Du ab sofort jeden Monat?) und diesen monetären Vorteil über einen überschaubaren Zeitraum zu teilen, z.B. 6 Monate. Intuitiv verstehen die meisten Menschen eine Teilung als fair. Hier kann man dann auch super mit brüderlich oder was auch immer arbeiten.
Ich finde auch ein solches Selbstverständnis sehr viel gesünder und selbstbewusster. Wir als Selbstständige sollten uns nicht der Stempeluhrmentalität beugen. Wir liefern Ergebnisse!

Und hier ein spontanes Redescript:
Wieviel würden Sie ab sofort jeden Monat sparen, wenn Sie ab heute schon mit dem Rauchen aufhören würden?
150 Euro
Wollen Sie ab sofort jeden Monat 150 Euro sparen und dabei gleichzeitig auch noch um einiges fitter sein, wieder richtig gut schmecken und riechen können und darüber hinaus sich einfach wieder richtig selbstbewusst und stark fühlen, wollen Sie das?
ja, klar, gerne.
In wiefern wäre es dann vollkommen unfair von mir, wenn ich von Ihnen, dafür dass ich Ihnen helfe dieses Ziel mit Sicherheit und Leichtigkeit zu erreichen, 6 Monate lang jeden Monat eine Hälfte Ihrer tatsächlichen Ersparnis bekäme, in wiefern wäre diese Forderung unfair von mir?

Wie kannst Du Deine Dienstleistung unter einem anderen Winkel betrachten, so daß Du Ergebnisse kommunizierst und nicht Arbeitszeit?

Jeder Mensch möchte vor allem eins

verstanden werden…

Und da das so tief in uns drin steckt (der Ausschluss aus dem Stamm führte früher zum sicheren Tod), gibt es kaum eine stärkere Kraft als Konformität. Selbst in der Statistik findet man das wieder, auch wenn ich nicht sicher bin ob die beiden Dinge wirklich etwas miteinander zu tun haben, den Drang zur Mitte. In Beziehungsthemen bedeutet das z.B. dass wir uns Partner suchen, die unsere größten Ausreißer in die Mitte korrigieren.

Naja eigentlich wollte ich ja zum Thema verstanden werden etwas schreiben:
Vor ein paar Tagen ging es mir alles andere als gut. Ich hatte mir ernsthaft überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, dass ich mich in ein Beschäftigungsverhältnis begebe. Sichere Bezahlung, gesagt bekommen was zu tun ist usw.
Wow, das war ein ganz schön großer Schritt für mich. Und was erntete ich im Freundeskreis? Unverständnis. Ralph, das kannst Du doch nicht machen. Ralph, das kann ich mir nicht vorstellen… Ralph, was hast Du denn überhaupt zu bieten?

Besonders der letzte Satz hatte es ziemlich in sich. Ich glaube es gibt kaum einen härteren Schlag, als einen anderen so etwas zu fragen.

Per Zufall, oder wie man das jetzt auch immer nennen mag. Bin ich im richtigen Moment auf Sebastian Marshalls Buch IKIGAI gestoßen. Er eröffnet sein Buch mit einer Szene eines Asiatischen Bahnhofs. Er sitzt dort und schaut sich die Menschen an, wie sie ihrem wohlgeordneten Leben nachgehen. Er lässt sie an sich vorbeiziehen. Er stellt sich ihre Leben vor, Arbeit, Haus, Freizeit. Und doch hat er etwas ganz anderes gewählt. Er arbeitet an sich, er lebt jedes halbe Jahr wo anders und verdient sein Geld u.a. mit Strategieberatung. Ein Lebensstil, den viele Menschen weder teilen noch verstehen. Und auf den ersten Seiten bricht es aus ihm heraus, so wie es auch aus mir heraus gebrochen ist. Ich werde ein Leben leben, das viele Menschen nicht verstehen werden. Ich werde auf Arten Geld verdienen, die ganz viele nicht einordnen können, weil sie anders sind. Ja und ich werde bei den meisten meiner Ideen, so lange sie noch nicht verwirklicht sind, auf ungläubige Blicke treffen. Ja so wird das sein. Und ja, damit muss ich umgehen lernen.

Ein weiter Weg.

Vielleicht mache ich auch eine 100 Tage Zurückweisungstherapie so wie Jia Jiang?

Wie Du ab sofort besser verhandelst

spannend, spannend… Seit heute begleitet mich das Hörbuch Deal! von Jack Nasher auf meinem iPhone. Beim Sport, beim Essen, beim Autofahren – toll so ein Hörbuch.

Vielleicht kennst Du das, da hört man was, da bekommt man etwas gesagt und plötzlich macht es BÄNG!
Das ist mir heute beim Hören des Buches mehrfach passiert – zwei dieser Bängs möchte ich kurz noch anreißen.

a) Viele Menschen glauben an das „Just World Principle“, an eine gerechte Welt, in der man das bekommt was einem zusteht. Eine Welt in der eine Verhandlung zum Austausch der realistischen Vorstellungen dient.
Forscher haben herausgefunden, dass wir Menschen handeln wollen. Wir wollen am Angebot des anderen noch etwas machen – und wenn dies nicht geschieht, dann sind wir unzufrieden. Angenommen ein und der selbe Schal wird einmal für 50 Euro verkauft und einmal für 100, durch Handeln dann aber für 60 – welcher Käufer ist zufriedener?

b) Doppelbäng: Ein guter Verhandler zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass er ein guter Verhandler ist – er ist auch jemand, der sich im Vorhinein gute Alternativen erarbeitet hat. Diese Alternative nennt man in der Fachsprache BATNA (Best Alternative to a Negotiated Agreement).

Durch den folgenden Tipp wirst Du ab sofort, also über Nacht, zum besseren Verhandler:
Schaffe Dir im Vorhinein stets eine sehr gute Alternative (BATNA) und wenn Du diese Alternative hast, dann verbessere diese Alternative noch, mach sie also noch besser. Denn je besser Deine Alternative ist, desto besser wird auch automatisch Dein Verhandlungsergebnis – wer gute Alternativen hat, kann selbstbewusst verhandeln.