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20 Stunden

20 Stunden, das ist nicht einmal ein ganzer Tag. Auf jeden Fall ist es viel weniger als 10.000 Stunden. Diese Zahl wurde nämlich durch Malcom Gladwell und seinem Buch Outliers bekannt. Gladwell sagt dass man 10.000 Stunden brauche um etwas perfekt zu können. Perfekt wohlgemerkt. So perfekt, dass man eben der Beste auf der Welt ist. Beatles perfekt.

Tja, und da wir eigentlich garnicht perfekt sein müssen um etwas gut genug zu beherrschen reichen uns meist 20 Stunden. Wow. 20 Stunden!

Angenommen Du wärst Dir sicher, dass Du etwas (vielleicht sogar alles) so gut lernen kannst, dass Du zumindest mal die Leute um Dich rum damit überraschen könntest, was würdest Du dann lernen?

Ich lerne jetzt zaubern. Nicht Copperfield. Nicht 10.000 Stunden. 20 Stunden, 2-3 Tricks, die ich dann mal eben so in der Bahn zeigen kann, wenn wir mal wieder auf die Einfahrt in den Bahnhof warten, oder eben Abends an der Bar. Nach den 20 Stunden fasse ich mal zusammen – ich bin gespannt – Du auch?

 

Update am 17.8.13, nach 4 Stunden Übung:

Meine Top 3 Erkenntnisse bisher

1. Die Menschen sehen das was sie gewohnt sind zu sehen.
2. Die richtige Technik ist entscheidend.
3. Perfektion wird überbewertet…

1. bisher beherrsche ich einen Trick, der in der Ausführung recht einfach ist (sogar für mich als Grobmotoriker). Ich variiere gerade die Präsentationsformen und bin fasziniert wie überrascht die meisten sind. Die Illusion des Zaubers ist offensichtlich sehr wünschenswert und es macht mir richtig Spaß die Menschen zu erstaunen. Bisher hatte ich vier Zuschauer.

2. Zuerst habe ich damit angefangen Mischen zu lernen. Durch Youtube habe ich schnell die richtige Technik begriffen. Ich habe gelernt: die richtige Technik ist entscheidend, denn mit der falschen Technik ist es nicht nur schwieriger sondern vielleicht sogar unmöglich das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

3. Auch wenn meine Technik noch sehr verbesserungswürdig ist, scheint dies auf das Gegenüber oft keinen großen Eindruck zu machen. Ich lerne: es ist wichtig schon frühzeitig in die Anwendung zu gehen um die entscheidenden Dinge zu verbessern und die nicht entscheidenden auszuhalten…

Ich bleibe dran 🙂

Übrigens: Die Karten meiner Wahl sind aktuell Bycycle, die Copaq Plastikkarten sind zum Üben zu glitschig.