You have to fight weiter!

 

 

 

Hier sollte eigentlich irgendwas authentisches stehen. Über die Freundschaft. Das Leben. Träume, Ziele und das Gefühl nicht das Leben zu führen, das einen glücklich macht. Aber alles was seit 30 Minuten aus mir raussprudelt, liest sich im ersten Moment unheimlich faszinierend, entlarvt sich im nächsten Moment aber direkt selbst als Plattitüde.

Ich bin traurig. Heute vor einem Jahr hat sich einer meiner besten Freunde das Leben genommen.

Daniel, ich vermisse Dich.

Club Mate in Waiblingen

Ich hatte schon öfters das Problem, meinen Eltern gewisse Vorlieben zu erklären. Z.B. als ich Slow Carb unterwegs war und deshalb eigentlich jeden Morgen Eier und Bohnen gegessen habe…

Mein Vater ist also gewohnt, sich immer mal wieder beim Einkaufen um für ihn fremde Dinge zu kümmern.

Heute habe ich ihn vor eine unlösbare Aufgabe gestellt:
„Papa, bringst Du mir bitte nen Kasten Club Mate, oder irgendeine andere Mate mit?“

Zwei Getränkemärkte später, kam er mit einem fragenden Blick zurück „Ralph, was ist das denn überhaupt? Das gibt es hier nicht und keiner weiß, was das überhaupt ist…“

Der Spürhund in mir, war geweckt. Gibt’s nicht? Geht nicht!

Zwei Anrufe bei den Rewe Märkten vor Ort brachten mich zu der Erkenntnis, dass sich die jungen Menschen hier im schwäbischen definitiv im Mate Entwicklungsland, während man in Berlin Mate schon bald als Grundnahrungsmittel aus einem eigenen Wasserhahn beziehen kann.

Wie gut, dass ich hier in Waiblingen (50.000 Einwohner übrigens), Club Mate immerhin an der Tankstelle bekommen kann. Was die Flasche genau kostet, kann ich leider noch nicht absehen, die Dame am Telefon darf mir darüber keine telefonische Auskunft geben.

Hint: Hallo Club Mate Vertrieb, vielleicht habt Ihr ja hier die Möglichkeit mal aktiv zu werden?

 

Meine erste Berlinale

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Regisseur Sebastian Schipper

 

Ein kluger Mensch soll einmal gesagt haben „Leben ist das, was passiert, während Du damit beschäftigt bist Pläne zu machen“.

Freudestrahlend liefen Sebastian und ich, am Rande des Roten Teppichs in den Berlinale Palast. Es war mittlerweile 10 vor 10 Uhr abends. In zehn Minuten würde Victo   ria starten – ein Film, den ich Sebastian mit „da geht es irgendwie um ne Berliner Clubstory, könnte spannend sein“ beschrieben hatte. Auf seine Frage, ob es denn noch Karten gäbe antwortete ich ihm „Naja online nicht mehr, aber da passen ja 1600 Leute rein, wir stellen uns einfach mal in die Schlange, ich glaube schon, dass wir noch welche bekommen.“
Etwa eine Stunde früher standen wir in der besagten Schlange. Es war kalt, es war ungemütlich und die etwa 50 Leute vor uns, machten mir nicht unbedingt Mut, die gewünschten Karten zu erhalten…

 

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„Liebe Leute, es gibt leider nurnoch genau 4 Karten für die Vorstellung, es tut mir sehr leid. Eventuell wird der Kinomanager entscheiden, dass die eventuell leeren Plätze neu belegt werden, das kann ich aber nicht versprechen.“
„Und jetzt Ralph?“ fragte mich Sebastian.
„Lass uns hierbleiben, vielleicht haben wir irgendwie Glück, bei 1600 Leuten dürften ja durchaus ein paar nicht kommen. Und wenn nicht, dann machen wir eben irgendwas anderes.“

In diesem Moment drängelte sich eine etwas ältere Dame mit Pelzmütze vor uns hinein. Kennst Du das Gefühl, wenn Dir Dein Bauch ganz klar zu verstehen gibt, dass Du noch steinzeitliche Instinkte hast? Leider hatte ich meine Keule gestern Abend nicht mit dabei, also versuchte ich es mit einem freundlichen „Guten Abend. Wir kennen uns noch gar nicht. Wie geht’s?“ – zugegeben Sie war überrascht. Die gewünschte Wirkung hatte meine Intervention aber nicht zu Tage befördert. Ja, das kann ich noch üben, etwas konkreter mich auszudrücken. Whatever.
In solchen Momenten setzt ziemlich schnell eine Verbrüderung, der umstehenden Mitwarteten ein. So auch gestern. Gemeinsam mit meinem Vormann, lästerte ich was das Zeug hielt. Irgendwann kam dann mal eine Frau, die eine Karte abzugeben hatte. 20 Euro, statt 13 wöllte sie dafür haben. Mein Vormann interessierte sich zwar, erst später erfuhr ich aber von ihm, dass er zwar eigentlich nur eine Karte wöllte – aber keine 20 Euro zu diesem Zeitpunkt in der Tasche hatte…Wie wir letztendlich an die Karten gekommen sind, kommt gleich.

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Sebastian und ich gehen die Treppen hinauf, überall Menschen, die Tür zum Saal geht auf – wow, ich habe noch nie einen solchen großen Kinosaal gesehen. Reihe 19. Ah da unten, da in die Mitte sollen wir uns setzen. Hallo, wir sitzen hier – Guten Abend.
Zwei Reihen vor uns Küsschen links Küsschen rechts. Das ist der und das ist der. Hallo, schön sie kennenzulernen. Wirkt wie Politik meets Kultur. „Hmm, sag mal Sebastian, könnte es etwa sein, dass wir hier direkt hinter der Crew sitzen?“ „ich glaube schon. oh schau mal, der Bürgermeister.“

Ja, wir saßen direkt hinter der Crew und noch direkter hinter dem Bürgermeister. Was uns den Vorteil einbrachte niemanden vor uns zu haben, da die beiden Plätze hinter ihm frei blieben.

Es war ein ganz besonderes Erlebnis – eins von denen, die man nicht planen kann, da sie spannender als meine eigene Vorstellungskraft (ich wollte eigentlich nur mal zur Berlinale) sind.

Victoria ist ein unheimlich faszinierender Film. Er spielt mit der eigenen Sättigung, der eigenen Langeweile – mit der Anonymität der Großstadt, mit tief sitzender Freundschaft, die über Zweifel geht. Und die Kamera ist eine Meisterleistung, wie ich sie schon lang nicht mehr gesehen habe.
Die beste Szene? Der Protagonist ist gerade gestorben und sie heult rotz und Wasser. Ich kann mich nicht daran erinnern, das jemals so „echt“ gesehen zu haben. Wow.

Mehr davon, danke Berlin.

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Waiting for Laia (Victoria)

 

P.S. Wie wir an die Karten gekommen sind? Irgendwann traf der Freund mit den beiden Karten ein. Eine lange Diskussion wurde auf spanisch geführt. Vermutlich: hierbleiben und hoffen, aufsplitten, vorgehen nachkommen. Naja, Drama eben. Wir nutzten eine kurze Pause und setzten allen Charme ein „Wir würden die Karten kaufen und würden uns total freuen. Der Film fängt gleich an.“ Und eins kam zum anderen. Ich hoffe die drei hatten ebenfalls einen tollen Abend – anders toll.

 

Mehr Informationen zum Film gibt’s bei Imdb: http://www.imdb.com/title/tt4226388

Drohnen und Recht

Drohnen sind erschwinglich geworden und immer mehr Kollegen, aber auch Amateure, nutzen diese schicken Dinger für Luftaufnahmen.

Rechtlich gibt es so einiges zu beachten, darum hier eine kleine Linkliste:

Luftaufnahmen rechtliches – Urheberrecht und Privatsphäre – Drohnenforum

Darf meine Drohne in Nachbars Garten fliegen? Spiegel Online

Was darf ein Drohnenjournalist? Irights

Die rechtlichen Probleme des Einsatzes von zivilen Drohnen. Wbs law

Drohneneinsatz durch die Gemeinde zulässig? Rechtsanwälte Ferner

Drohneneinsatz durch Privatleute: Verbotener Spaß? Rechtsanwälte Ferner

Europäische Kommision fordert strenge Regulierung für zivile Drohnen. Europäische Kommission

Rechtliche Bewertung des Einsatzes der Parrot AR Drone 2.0 – Rechtsanwalt.de

Ich wünsche eine Aufschlussreiche Lektüre!

 

 

Seth Godin @Nearly Impossible Conference 2013

Manche Impulse benötigen den richtigen Zeitpunkt, ich korrigiere: alle Impulse benötigen den richtigen Zeitpunkt.

Umso schöner, dass ich heute diesen Vortrag von Seth Godin auf meiner Unprocrastinate Liste abgehakt habe…

Hier ein paar Stichworte, was mich besonders interessiert hat, die Zeiten sind ungefähr:

7:30:
Ich finde es klasse, wie er aus dem was er hört die Annahmen seines Gegenübers ableitet („The model you embraced is…“) Das werde ich mir auf jeden Fall merken.
Hier auch die erwähnte Bootstrappers Bible

Er spricht auch davon, dass wir nur eine begrenzte Menge an positiver Energie haben und diese sehr bewusst einsetzen sollten.

Er macht den Unterschied zwischen Freelancer und Entrepreneuren auf.
Ein Freelancer verdient dadurch Geld, dass er arbeitet. Ein Entrepreneur macht sich selbst überflüssig.

Er erklärt Marken. Eine Marke sei eine Serie von Erwartungen. Welchen Teil Deines Versprechens braucht ein Fremder, um zu denken „das ist etwas für mich“?
St. Pauli Girl vs. Beck’s light

Auf der Suche nach Investoren sollte man die professionellen von den „amateur“ Investoren unterscheiden

24:45

Versprechen an Amateur Investoren: „das wird spannend“ ist beinahe immer zu halten. Sobald man einen Prof. Investor an Bord hat, hat man beschlossen sein Unternehmen zu verkaufen.

31:10

Je mehr Zeit Du mit den Menschen verbringst, die am entzücktesten von Deinem Produkt  sein werden, desto klüger wirst Du sein.

34:30

Wenn Du outsourct: sei so genau wie möglich was Du willst und wann Du es willst.

36:50

Der schwierige Teil ist für die meisten Menschen: Fremde finden, die Dir ihr Geld geben.

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Szenario Planung
Was passiert wenn…?
Wie muss ich mein Produkt ändern, damit xxx es liebt?

In einem frühen Stadium des Projekts andere mit einbeziehen:
Sie geben Expertise
Du schaffst eine Verbindung (Connection) zu einem Projekt das auf seinem Weg ist und das Potential an Bord zu kommen, falls es groß (genug) wird.

Ich bewundere an Seth Godin u.a. dass er jede Frage wirklich ehrlich zu schätzen weiß. Ich hoffe an den Punkt komme ich auch mal, dass ich den Erfolg meiner Antwort nicht darin messe, ob mein Gegenüber meinen Standpunkt einnimmt oder nicht.

iPhone 6 oder iPhone 6 Plus?

Für mich steht stand die Entscheidung an, ob ich ein iPhone 6 oder ein iPhone 6 Plus bestelle. Um mir die Größen besser vorstellen zu können, habe ich mir die Umrisse einfach mal in 1:1 ausgedruckt.

Ich hätte wirklich gerne die optisch stabilisierte Kamera des 6 Plus gehabt. Aber mir ist es einfach zu groß. Das stößt in der Hose bis an die Taschengrenze…

Wenn Du vor der selben Entscheidung stehst, dann druck mal folgendes PDF aus.

iPhone 6 vs iPhone 6s Größenvergleich

TED Talk von Mellody Hobson

Vordergründig handelt dieser TED Talk über Rassismus und darüber, wie man damit umgehen kann. Hintergründig erzählt Mellody Hobson von einer Lebenseinstellung, die uns allen gut tun kann: Lerne damit umzugehen, dass Du Dich unwohl fühlst.

Ich finde Ihr Konzept von „Color Bravity“ beeindruckend, spannend und umsetzenswert. Ich habe mich selbst dabei ertappt, dass ich bei der Frage „wollen Sie Minderheiten oder wollen Sie die besten?“ in mir drin nach der Antwort kramen musste.

Was lässt uns Menschen Erfolg haben? Welche Umstände helfen uns dabei unser Bestes zu geben, unser ganzes Potential zu nutzen?

Ich finde wir sollten noch viel öfters anderen Menschen die Möglichkeit geben über sich hinaus zu wachsen. Viel Spaß dabei!